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Ayutthaya, Thailand

Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Siams, liegt etwa 70 Kilometer stromaufwärts von Bangkok am Ufer des Chao Phraya inmitten einer ländlichen Umgebung von Reisfeldern, Shrimps- und Obstfarmen (vor allem Mangos und Jujube, eine kleine runde süße Frucht). Prachtvolle Ruinen von Tempeln, Palästen und Festungsanlagen in der ganzen Provinz legen beredtes Zeugnis ab vom verblichenen Glanz der ehemaligen Ayuthaya-Periode. Die Provinz
ist außerdem bekannt für die handgefertigten Messer (früher auch Schwerter). Im Royal Folk Arts und Crafts Center in Bang Sai werden Bauern handwerklich ausgebildet.

Die Provinz bedeckt eine Fläche von 2.556 km2, die Provinzhauptstadt ist etwa 77 km von Bangkok entfernt. Topographisch liegt die Provinzhauptstadt Ayutthaya in einem Flussbett. Die Stadt selbst bildet fast eine Insel, da sie an allen Seiten von Wasser umgeben ist: Vom Chao Phraya im Westen und Süden, im Osten vom Pa Sak und im Norden von einem kleinen Gewässer, wo einmal der Lop Buri Fluss strömte, bevor er seinen Lauf änderte.

Von der einstigen Hauptstadt Siams mit den Chedi (Falscherweise oft als Pagoden bezeichnet) und Palästen sind heute fast nur noch Ruinen zu sehen. Die Burmesen haben
im Jahr 1767 die Stadt angegriffen. Um das Gold der Tempel zu erhalten wurde ganz
Ayutthaya angezündet. Im selben Jahr wurde die neue Hauptstadt Bangkok gegründet und
die Burmesen wieder zurückgedrängt. Die Überreste von 375 Tempeln, 29 Palast-Festungen
und 94 Stadttoren lassen noch heute den Glanz und Reichtum erahnen, mit dem in Ayutthaya insgesamt 33 Könige von 1350 bis 1767 regierten.

König U-Thong machte Ayutthaya 1350 zur Hauptstadt seines Königreiches. Die Insel war aber schon seit langem besiedelt gewesen. Einige große Tempel dokumentieren dies, da in ihnen Gegenstände gefunden wurden, die eindeutig aus der Zeit vor 1350 stammen. So wird z.B. über die große Buddhafigur im Wat Phanan Choeng in den Chroniken des Nordens vermerkt, dass sie im Jahre 1324 errichtet wurde.  

Das Königreich Ayutthaya bestand 417 Jahre lang und fiel schliesslich nach einer Invasion Burmas im Jahre 1767. Dass die Stadt sich so lange gehalten hat, ist auf ihre einzigartige und gut gewählte Lage zurückzuführen. Sie Stadt war nicht nur an allen Seiten von Gewässern geschützt, sondern auch von 20 Meter hohen und 5 Meter dicken Stadtmauern. Darüber hinaus wurde das tiefgelegene Land in diesem Flussgebiet regelmäßig überflutet, so dass einerseits eine lang dauernde Belagerung unmöglich und andererseits das Land besonders fruchtbar für den Reisanbau war.

In der Nähe Ayutthayas, im kleinen Ort Bang Pa-In, ist die königliche Sommerresidenz mit ihren prachtvollen Gebäuden und Parkanlagen zu sehen.

Ayutthaya ist durch die drei hier zusammen fliessenden Flüsse Chao Phraya, Lopbure und Pa Sak komplett von Wasser umgeben. Heute leben in Ayutthaya etwa 65.000 Menschen.


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